Biografie

janine Tanz Broschüre

 

Tanzbiografie

Seit frühester Kindheit sind mir Tanz und Musik Quelle von Lebensfreude, Anmut und Kraft – so wie für sehr viele andere Menschen auch.

Aus der Schulzeit erinnere ich mich an Tanzkurse, die spontan bei uns Kindern auf dem Pausenplatz entstanden.

Als Jugendliche fand ich einen inspirierenden Tanzlehrer, der meine Tanzsehnsucht erkannte und mich förderte. Dank ihm, konnte ich als sehr junger scheuer Mensch den ‚reinen Tanz’, jenseits von Eitelkeiten, erforschen. Er unterrichtete Jazzballett, die Luigitechnik, welche sich durch Ruhe und Klarheit in den Bewegungen auszeichnet.

Auch afrikanischen Tanz und Steptanz lernte ich damals.

Als junge Frau, im Laufe meiner Wanderjahre, kam ich das erste Mal in Aegypten in Berührung mit der Kunst des Orientalischen Tanzes. Dort erlebte ich während einer Hochzeit eine Art Einweihung durch die Darbietung einer wundervollen Tänzerin, die mich für immer prägte. Tanzend machte sie die unerschöpfliche Quelle der Lebensfreude sichtbar und beglückte uns alle damit im Ueberfluss auf natürlich-sinnliche Weise. Als Höhepunkt tanzte sie uns zu Ehren auf dem kleinen Tisch an dem meine Freundin und ich sassen. Fremde waren an orientalischen Hochzeiten sehr willkommen und galten als Glücksbringer – heutzutage ist das wohl immer noch so.

Dies war der Beginn einer abenteuerlichen Reise, die über ein Jahr dauerte, mich nach Indien und Nepal führte und während der ich ganz bewusst den Tanz aufspürte. In Südindien wurde ich während mehrerer Wochen intensiv von einem Lehrer und brillianten Tänzer in der Praxis und Philosophie des Kathakalitanzes unterrichtet.

Zurück in der Schweiz vertiefte ich mein Interesse für fremde Völker mit einem Ethnologiestudium.

Anfangs der 90er Jahre nahm ich teil an der allerersten Ausbildungsklasse für Pädagoginnen für Orientalischen Tanz in der Schweiz. Wir waren Pionierinnen, vor allem Sibylla Spiess, unsere Lehrerin und damals auch Begründerin der Orientalischen Tanzschule Zürich. Ihre Begeisterung für den Tanz und ihr warmherziges Engagement für Solidarität unter Frauen und Tänzerinnen haben die Tanzszene in und um Zürich und darüber hinaus sehr bereichert.

Seit dem Frühling 1991 unterrichte ich diese wundervolle Tanzkunst vor allem für Frauen und Mädchen in Richterswil, Einsiedeln, Zürich und an anderen Orten.

Ueber viele Jahre gab es auch eine gemischte Gruppe mit Frauen und Männern.

Von 1998 bis 2011 organisierte ich mehrmals in Richterswil öffentliche, märchenhafte Tanzfeste für meine SchülerInnen, während denen sie ihre Tänze präsentieren konnten.

Vielfältige Weiterbildungen genoss ich – zum Beispiel bei der legendären Nelly Mazloum(Griechenland/Aegypten); bei der im Orient vielgereisten Morocco(USA), die uns während Tanzseminaren nebenbei hochinteressante Geschichten/Infos über den Orient erzählte, die nirgendwo geschrieben stehen; beim sehr geschätzten ägyptischen Choreografen und Lehrer Hassan Afifi und bei vielen anderen.

Auf Reisen in Kirgistan, Xinjiang (Kashgar) und Tibet erkundete ich die Folkloretänze.

2000 – Diplom für Kreativtanz nach Laban. (In der Blütezeit des Monte Verità bei Ascona unterrichtete Rudolf von Laban dort seinen neu entwickelten Tanzstil, den Ausdruckstanz).

Von 1996 an lernte ich auch den traditionellen Hulatanz im Rahmen der Ausbildung für die hawaiianische Körpertherapie ‚Lomi-Lomi’. Diese berührende Arbeit mit einzelnen Menschen, die das Körperliche verbinden und somit versöhnen kann mit dem was scheinbar jenseits davon existiert, lässt eine zarte feine Note ins dynamische Geschehen meines Tanzschaffens mit Gruppen hineinklingen. Zusammen mit spirituellen Forschungen seit meiner Jugend und dem Meditieren während vielen Jahren, inspirieren sich all diese Tätigkeiten gegenseitig sehr und verweben sich in immer neuen wundersamen Mustern zum ‚fliegenden Teppich’ meines Lebens.

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